Berührt werden

Es ist uns was „auf den Magen geschlagen“, hat uns „aus dem Gleichgewicht gebracht“, wir haben „den Halt verloren“, wir lassen „den Kopf hängen“, …. Vorgänge in unserer Psyche drücken wir sehr treffend mit körperlichen Beschreibungen aus. Wir wissen schon lange, dass unser psychisches Befinden sich im Körper spiegelt.
Die umgekehrte Erkenntnis, dass unsere Körperhaltungen, Verspannungen und Blockaden auch Rückwirkungen auf unsere Gefühle, innere Haltungen, unser Verhalten, unser psychisches Erleben und unsere soziale Kompetenz haben, kommt langsam in unserem Bewusstsein an.

Mit Körperwahrnehmungsübungen und verschiedenen Massagen begleite ich Sie auf Ihrer Entdeckungsreise durch Ihren Körper und beim Erkunden Ihres Körperausdrucks. Durch Halt und Berührung von außen können die eigenen Körpergrenzen besser erspürt und die „Sprache des Körpers“ erforscht werden. Wenn wir verstehen, was unser Körper uns sagen will, geben wir ihm die Gelegenheit, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Wo wir „den Halt verloren“ haben, gewinnen wir wieder „festen Boden unter den Füßen“.

Biodynamische Massagen

nach Gerda Boyesen

Entspannende Massagen, die den Körper unterstützen, Stress und psychische Belastungen besser „zu verdauen“ und wieder ins Gleichgewicht zu finden.

Ganzheitliche Bioenergetik

nach Alexander Lowen, Dr. Waldefried Pechtl und Dr. Reinhold Dietrich

Wird ein Kind (vor und nach der Geburt) nicht willkommen geheißen und wird nicht einfühlsam und angemessen auf seine Bedürfnisse reagiert, entwickeln sich Überlebens-, Abwehr- und Schutzsysteme, die auch im Erwachsenenalter weiter bestehen bleiben, obwohl sie in dieser Form nicht mehr benötigt werden. Mechanismen, die einst hilfreich und überlebenswichtig waren erschweren oder hemmen nun die Selbstregulation und auch Kommunikation, Kontakt und Nähe zu anderen. Die aus frühen Bindungstraumen entstandenen Strukturen (auf körperlicher, Gefühls- und Gedanken-Ebene), Haltungen und Dynamiken können mit speziellen Übungen erforscht und erkannt werden. Auf dieser Basis können alternative Möglichkeiten ausprobiert, neue Erfahrungen gemacht und in unserem zeitlebens lernfähigen Gehirn frische Erfahrungen gespeichert und neue Wege gebahnt werden, die die alten Prägungen langsam in den Hintergrund treten lassen.

Gestalt-Körperarbeit

nach Fritz und Laura Perls, R.F. Hefferline, P. Goodman

Je nach Blickwinkel nehmen die gleichen Dinge für verschiedene Menschen unterschiedliche, individuelle „Gestalt“ an, innere Erwartungen, Vorlieben, Befürchtungen, gute wie schlechte Erfahrungen leiten dabei die Aufmerksamkeit, rücken Details in den Vordergrund, lassen Anderes unwichtiger erscheinen.

Bei einem goldgelben, im Wind wogenden Weizenfeld hat ein Landwirt andere Assoziationen als ein Maler und dieser wiederum betrachtet das Feld mit anderen Augen als ein Städteplaner.

In der Gestalttherapie werden belastende Situationen von möglichst vielen verschiedenen Seiten, aus möglichst vielen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Dabei werden der Körper (Wie fühlt es sich im Körper an?), die Seele (Welche Emotionen habe ich dazu?), der Geist (Was denke ich darüber?) und soziale Bindungen (Welche Einstellungen zu meinen Mitmenschen löst es aus?) erforscht und neue Bewegungen, Haltungen, Glaubenssätze und Sichtweisen ausprobiert.

Postural Integration

nach Jack Painter

Wir halten uns zusammen (aus Angst, auseinanderzufallen),
wir halten uns fest an uns selbst und halten uns oben (aus Angst, fallengelassen zu werden),
wir halten alles drin (damit nichts rauskommt),
wir halten uns zurück (damit nichts vorfällt) und
wir halten uns raus (um nicht noch mal reinzufallen).

Die tiefe, systematische Massage des Bindegewebes, insbesondere der die Muskeln umgebenden Schichten (Faszien) eröffnet die Möglichkeit, dass einerseits Gewebe und Muskeln wieder weicher und durchlässiger, andererseits die darin verkörperte und verdrängte Lebensgeschichte bewusst und erlebbar werden. Postural Integration im körpertherapeutischen Kontext ist eine besondere Art, den Körper zu berühren und innerlich berührt zu werden.1)

1) Textauszug nach Anton und Irmtraud Eckert, E.S.T. Eckert-Seminare-Training

dieses Foto zeigt eine Hand, die massiert wird
dieses Bild zeigt massierende Hände
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